Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine, historisch gewachsene und komplementärmedizinische Perspektiven auf das Thema wieder. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Heilpraktikerin/einen Heilpraktiker.

Gefühle und die Kompetenz unseres Immunsystems stehen über das Hormonsystem in ständigem Austausch. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol beeinflussen direkt das Immungeschehen. Bei akutem Stress wird die Ausschüttung von körpereigenem Cortisol angeregt und das unspezifische Immunsystem alarmiert – der Körper versucht, eindringende Erreger unschädlich zu machen.

Hält der Stress jedoch chronisch an, führt ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel zu einer Blockade bestimmter Zellrezeptoren, wodurch die Immunreaktion insgesamt schwächer wird. Angst entsteht dabei oft, wenn auf einen auslösenden Reiz eine übermässige Stressreaktion folgt.

Viele Menschen erleben in unsicheren Zeiten – etwa bei widersprüchlichen Informationen oder allgemeiner Verunsicherung – verstärkt Angst, Ärger oder Stress. Diese Gefühle schwächen erfahrungsgemäss die Abwehrkräfte, während positive Gefühle und Optimismus die Widerstandskraft verbessern und die Genesung unterstützen können.

Ein erster wichtiger Schritt im Umgang mit belastenden Situationen ist bewusste Entspannung: Ruhe finden, den Alltag neu organisieren, Freundschaften pflegen (auch online), sich Hobbys widmen, die im eigenen Zuhause oder Garten möglich sind, und bewusst Zeit mit der Familie verbringen.

Aus der komplementärmedizinischen Praxis gibt es zudem verschiedene pflanzliche Ansätze, die traditionell zur Unterstützung bei Angst und innerer Anspannung eingesetzt werden – etwa Zubereitungen aus dem Mammutbaum (Sequoia gigantea), der Feige (Ficus carica) oder der Bachblüte Mimulus, die für Vertrauen und Tapferkeit steht. Auch der Wacholder wird traditionell zur allgemeinen Stärkung von Leber- und Nierenfunktion eingesetzt, die bei anhaltender Anspannung oft mitbelastet sind.

Wer sich für eine individuell abgestimmte komplementärmedizinische Begleitung interessiert, sollte sich an eine entsprechend ausgebildete Fachperson wenden, die Auswahl und Dosierung auf die persönliche Situation abstimmen kann.

Ursprünglich verfasst von Heinrich Schwyter M.Sc., dipl. Naturarzt, Institut Schwyter (Schweiz), März 2020. Diese Forschungsarbeit wurde im Rahmen des Satzungszwecks „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ von der Aufrechtstiftung unterstützt.