Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine, historisch gewachsene und komplementärmedizinische Perspektiven auf das Thema wieder. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Heilpraktikerin/einen Heilpraktiker.
Wer das Immunsystem mit Pflanzen stärken möchte, kann zwei unterschiedliche Ansätze verfolgen: die vorbeugende Stärkung vor der kalten Jahreszeit, oder die begleitende Unterstützung bei einer bereits bestehenden Erkältung.
Zur Vorbeugung werden in der traditionellen Naturheilkunde unter anderem folgende Pflanzen geschätzt:
- Wasserdost (Eupatorium cannabinum), auch Kunigundenkraut genannt – traditionell als Grippeprophylaktikum verwendet, unter anderem schon von Pfarrer Künzle zur Behandlung von Husten und grippalen Infekten eingesetzt.
- Lebensbaum (Thuja occidentalis) – enthält Inhaltsstoffe, die die Ausschüttung körpereigener Immunbotenstoffe anregen sollen. Da Pflanzenauszüge des Lebensbaums auch toxische Wirkungen haben können, kommen in der Praxis meist nur speziell aufbereitete, potenzierte oder spagyrische Zubereitungen zur Anwendung.
- Naturreiner Honig – wirkt traditionell stärkend und ausgleichend auf die Abwehrkräfte.
- Kapplandgeranie (Pelargonium reniforme) – traditionell zur Unterstützung bei Atemwegsbeschwerden und als Grippeprophylaktikum genutzt.
- Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus), auch als sibirischer Ginseng bekannt – gilt als stärkend für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Bei bereits bestehenden grippalen Symptomen werden ergänzend unter anderem die Bartflechte (mit einer traditionell beschriebenen antibakteriellen Wirkung), die Kapuzinerkresse, die Schwalbenwurz sowie Linde und Holunder genannt, die schweisstreibend und stoffwechselanregend wirken sollen.
Wichtig ist dabei: Sobald bei einem grippalen Infekt komplizierende Symptome wie Atemnot oder hohes Fieber auftreten, ist dies ein Fall für die ärztliche Behandlung. Für die konkrete Auswahl, Kombination und Dosierung pflanzlicher Mittel empfiehlt sich die Beratung durch eine entsprechend ausgebildete Fachperson.
Ursprünglich verfasst von Heinrich Schwyter M.Sc., dipl. Naturarzt, Institut Schwyter (Schweiz), Februar 2020. Diese Forschungsarbeit wurde im Rahmen des Satzungszwecks „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ von der Aufrechtstiftung unterstützt.
