Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine, historisch gewachsene und komplementärmedizinische Perspektiven auf das Thema wieder. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Heilpraktikerin/einen Heilpraktiker.
Endlich ist Sommer – Zeit am Wasser, im Garten, am Grill. Und mit ihr kommen die kleinen Tücken: Mücken und Wespen lassen nicht lange auf sich warten, und der erste Stich sorgt schnell für Unmut.
Eine der ältesten und bekanntesten Hausmittel-Anwendungen bei Insektenstichen ist das Blatt des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata): Ein frisches Blatt kurz abbrausen, darauf herumkauen und den entstehenden Brei auf die Stichstelle auflegen. Der Juckreiz – eine Histaminreaktion – lässt dadurch erfahrungsgemäss rasch nach, ebenso Schwellung und Schmerz. Diese Anwendung wird seit Generationen weitergegeben und ist bis heute eine der einfachsten pflanzlichen Erste-Hilfe-Massnahmen bei Insektenstichen.
In der komplementärmedizinischen Praxis werden bei Insektenstichen und den damit verbundenen allergischen Reaktionen traditionell auch spagyrische oder homöopathische Zubereitungen eingesetzt, etwa aus Galphimia, Meerträubchen, Brennnessel oder Thuja, sowie Gemmomazerate aus der schwarzen Johannisbeere oder der Hundsrose. Diese Anwendungen sollten im Einzelfall und in der passenden Dosierung mit einer entsprechend ausgebildeten Fachperson besprochen werden.
Ursprünglich verfasst von Heinrich Schwyter M.Sc., dipl. Naturarzt, Institut Schwyter (Schweiz), Mai 2018. Diese Forschungsarbeit wurde im Rahmen des Satzungszwecks „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ von der Aufrechtstiftung unterstützt.
