Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine, historisch gewachsene und komplementärmedizinische Perspektiven auf das Thema wieder. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Heilpraktikerin/einen Heilpraktiker.

Die häufigsten Reisebeschwerden sind Magen-Darm-Störungen, akute Erkältungen, kleinere Verletzungen, Reiseübelkeit und Sonnenbrand. Rund 30 % aller Reisenden erleben irgendeine Form von Reisedurchfall – die häufigste Urlaubserkrankung überhaupt.

Magen und Darm: Bei Verdauungsbeschwerden auf Reisen setzt die traditionelle Naturheilkunde häufig auf Bitterstoffe, die die Verdauungsfunktion unterstützen sollen, sowie auf Pfefferminze (Mentha piperita), die seit jeher zur Förderung der Verdauung und bei Übelkeit eingesetzt wird.

Schnupfen und Erkältung: Ungewohntes Klima, Klimaanlagen und Zugluft begünstigen im Urlaub Erkältungen. Die schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) gilt in der Gemmotherapie als traditionelles Mittel bei akuten Erkältungssymptomen.

Kleinere Verletzungen: Arnika (Arnica montana) ist eines der bekanntesten pflanzlichen Mittel nach Stoss, Schlag oder Quetschung. Der Spitzwegerich wird traditionell bei Insektenstichen eingesetzt.

Reiseübelkeit: Ingwer (Zingiber officinale) wird seit Jahrhunderten von Seefahrern gegen Reise- und Seekrankheit verwendet und gilt als verdauungsanregend.

Sonnenbrand: Traditionell werden bei sonnenbedingten Hautreizungen unter anderem die Kaplandpelargonie und Johanniskraut erwähnt.

Größere Verletzungen, starke Verbrennungen oder anhaltende Beschwerden gehören selbstverständlich immer in ärztliche Behandlung. Für die konkrete Zusammenstellung einer komplementärmedizinischen Reiseapotheke empfiehlt sich die Beratung durch eine entsprechend ausgebildete Fachperson.

Ursprünglich verfasst von Heinrich Schwyter M.Sc., dipl. Naturarzt, Institut Schwyter (Schweiz), August 2018. Diese Forschungsarbeit wurde im Rahmen des Satzungszwecks „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ von der Aufrechtstiftung unterstützt.