Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine, historisch gewachsene und komplementärmedizinische Perspektiven auf das Thema wieder. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Heilpraktikerin/einen Heilpraktiker.

Zunehmend mehr Menschen leiden an Sodbrennen, saurem Aufstossen und brennenden Schmerzen bis in die Speiseröhre. Über die genauen Ursachen herrscht bis heute keine Einigkeit – in vielen Fällen scheint den Beschwerden jedoch eine allgemeine Verdauungsschwäche vorauszugehen. Länger bestehende Beschwerden sollten in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden.

In der komplementärmedizinischen Praxis werden bei Sodbrennen traditionell Kräutertees oder Tinkturmischungen aus Schafgarbe, Engelwurz, Süssholz und Kamille eingesetzt. Schafgarbe und Engelwurz gelten dabei als ausgleichend auf die Magensäurebildung, Süssholz soll einen Schutzfilm auf die gereizte Magenschleimhaut bilden, und Kamille wirkt traditionell krampflösend und beruhigend.

Ergänzend wird häufig der Wacholder (Juniperus communis) in Form eines Gemmomazerats genannt, das allgemein stärkend auf den Organismus wirken soll, sowie milde Bitterstoffmischungen zur Anregung der Verdauungsdrüsen.

Bei Magenbeschwerden, die stark durch Emotionen oder Stress ausgelöst werden, wird in der traditionellen Naturheilkunde häufig auf die Feige (Ficus carica) verwiesen, der eine ausgleichende Wirkung bei psychosomatischen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes zugeschrieben wird.

Wichtig bleibt in jedem Fall: eine naturnahe, frisch zubereitete Ernährung unterstützt die Verdauung nachhaltig. Für eine individuell abgestimmte komplementärmedizinische Begleitung empfiehlt sich der Austausch mit einer entsprechend ausgebildeten Fachperson.

Ursprünglich verfasst von Heinrich Schwyter M.Sc., dipl. Naturarzt, Institut Schwyter (Schweiz), Mai – November 2019. Diese Forschungsarbeit wurde im Rahmen des Satzungszwecks „Förderung von Wissenschaft und Forschung“ von der Aufrechtstiftung unterstützt.